Tanzende Mädchen in Kuba

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Interview mit Maria Sala

Maria Sala liest die Zeitschrift Diálogo seit der ersten Ausgabe regelmässig. Sie arbeitet in einer Schule, in welcher sie Schülerinnen und Schülern zu Gesundheitsthemen unterrichtet.

Portrait Maria Sala
Maria Sala

Zunzún: Sie arbeiten bereits seit vielen Jahren mit Kindern und Jugendlichen, aktuell als Sozialpädagogin. Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit besonders?

Maria Sala: Kinder sind sehr kreativ, sie überraschen mich immer wieder. Sie sind voll neuer Ideen. Ich kann viel von ihnen lernen. Mir gefällt auch die Ehrlichkeit der Kinder und ihre Energie steckt mich an. In dieser Hinsicht fühle ich mich durch meinen Beruf privilegiert.

Seit wann lesen Sie die Zeitschrift «Diálogo»?

Durch meine Mitarbeit in der Berufsvereinigung von Lehrpersonen kenne ich die Zeitschrift bereits seit ihrem ersten Erscheinen im Jahr 1994 – und seitdem habe ich jede Ausgabe gelesen. Die Zeitschrift holt regelmässig die Meinungen von Lesern und Leserinnen ein. Ein paar Mal konnte ich durch Interviews auch selbst etwas zum Inhalt beitragen.

Gibt es eine Rubrik in der Zeitschrift, die Ihnen besonders gefällt?

Besonders interessant finde ich «Dudar, preguntar, opinar – Hinterfragen, Fragen stellen, Mitreden». Dort finde ich immer wieder Anregungen, um Gewohntes und Althergebrachtes unter einem neuen Blickwinkel zu betrachten.

Ausserdem gefallen mir die Ideen zu interaktiven Methoden, die regelmässig vorgestellt werden. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass das Wissen über ein Lächeln den Weg zu uns findet. In meiner Arbeit als Sozialpädagogin mit Schwerpunkt Gesundheitserziehung sind kurzweilige Methoden besonders wichtig. Gerade bei der Arbeit mit Gruppen hilft es, eine spielerische Atmosphäre zu schaffen. Bei der Lektüre bekomme ich also immer wieder neue Ideen für meinen Unterricht.

Das ist ja besonders wichtig in Kuba, weil der Zugang zum Internet immer noch sehr teuer (und in der Regel auch sehr langsam) ist und daher von Lehrpersonen nicht zur Recherche von Unterrichtsmaterial genutzt werden kann.

Können Sie uns ein Beispiel nennen, wie Sie Anregungen aus der Zeitschrift «Diálogo» in Ihrem Berufsalltag umsetzen?

Gesundheitsthemen sind komplex und müssen besonders kindgerecht vermittelt werden. Bei Kindern im Vorschulalter ist das eine Herausforderung. Hier habe ich mich von der Zeitschrift inspirieren lassen, die für Geschichten und Erzählungen zur Wissensvermittlung und als Instrument des Lernens wirbt. Das macht den Kindern in erster Linie Spass, so dass das Lernen dann ganz automatisch passiert.

Vielen Dank Maria, dass Sie sich Zeit genommen haben für das Gespräch.